HEMA Genovese: Paolo de Scalzis Ginnastica Educativa

Paolo de Scalzi ist uns mittlerweile als Autor einiger Werke über das Stoßfechten bekannt. Außerdem schrieb er noch ein fast 300 Seiten starkes Werk zur Gymnastik für die Jugend. Es ist nicht von besonderem Interesse aber ich lasse euch trotzdem mal – wie man heute so schön sagt – die Bilder der 1861er Fassung hier.

Veröffentlicht unter Beiträge | Kommentare deaktiviert für HEMA Genovese: Paolo de Scalzis Ginnastica Educativa

HEMA Genovese: Gio Battista Viti’s erste Auflage

Manchmal ist es einfach Zufall. So wie gestern als mir Sebastian Saeger, dem ich hiermit meinen tiefsten Dank aussprechen möchte, Zugang zu einigen seiner Quellen gewährte. Der Grund war zwar ein anderer aber als ich Gio Batta Viti las musste ich natürlich reinsehen ob er nicht einen schöneren Scan als ich hatte. Aber tatsächlich hatte er eine ganz ander Ausgabe als ich. Ich hatte die Version von 1864 aus Genua und er die die von 1863 aus Pisa. Die Pisaner Ausgabe ist nichtmal halb so stark, weil ihr der zweite Teil, die rechtlichen Vorschriften zum Duell (wir erinnern uns, Viti war auch Anwalt) fehlten. Dafür hatte sie aber Bilder! Und wer schonmal einen Blick riskiert hat, weiß, dass die Beschreibung der Motionen doch etwas vielfältig ist. Ich erhoffe mir hier auf jeden Fall etwas mehr Klarheit und in Zukunft eine handfestere Interpretation. VIelen Dank Sebastian!

Veröffentlicht unter HEMA Genovese | Kommentare deaktiviert für HEMA Genovese: Gio Battista Viti’s erste Auflage

HEMA Genovese: Beinarbeit nach Carlo Tambornini

Carlo Tambornini hinterlässt uns in seinem Breve Trattato einen Drill für die Beinarbeit. Er beinhaltet zwar nicht seine gesammte Beinarbeit, scheinbar aber die Wichtigste (abgesehen vom AUsfall, der gesondert betrachtet wird).
Nachdem der log down etwas heruntergefahren wurde und Training mit social distance angesagt war, ging es direkt wieder los mit Grundlagen im Solodrill. Und wie es sich für eine militärische Vorschrift gehört, gibt es die bewegten Bilder natürlich auch in Kollonne.

Veröffentlicht unter HEMA Genovese, Video | Kommentare deaktiviert für HEMA Genovese: Beinarbeit nach Carlo Tambornini

Corona log down

Weil die Möglichkeiten zum Training extrem eingeschränkt sind, gehen viele von uns momentan auf dem Zahnfleisch. Gerade für uns, die wir mit und gegen unsere Trainingspartner fechten und kämpfen, gibt es eigentlich keine schöne Alternative. Deshalb solltet ihr die Zeit nutzen, das Training zu absolvieren, was ihr eigentlich neben eurem generellen Unterricht sowieso machen solltet 😉
Trainiert und konditioniert eure Grundlagen, macht Fitness und wälzt eure Theorie! Wenn Ihr alles richtig macht, dann geht ihr in das erste normale Training mit den besten Voraussetzungen um an eure Leistungen anzuknüpfen. Tut etwas für euren Sport, nur „nichts tun“ ist verschwendete Zeit!
Ich arbeite derzeit wieder verstärkt an meiner Savate-Form. Als Ziele dienen mir dabei zwei Tennisbälle an einem Gummiband. Das bringt ein wenig Bewegung mit in die Sache, erlaubt Kombinationen und verlangt mehr Distanzgefühl um die Bälle bei entsprechenden Tritten mit der Schuhspitze zu treffen. Alternativ geben sie auch gute Ziele für Stich- und Hauübungen mit der Waffe.

Bewegt euch, wir sehen uns!

Veröffentlicht unter persönliches | Kommentare deaktiviert für Corona log down

Coltello Genovese – Spundbajonett

Dieses Coltello Genovese ist ein Bajonett, genauer gesagt ein Spundbajonett. Diese sind eine frühe Form des Bajonetts, die anstatt entlang des Laufes montieren zu werden in den Lauf gesteckt wurde. Spundbajonette waren im 17. und frühen 18. Jahrhundert üblich, bis man raffiniertere Varianten entwickelte.
Die aus dem militärischen Umfeld bekannte Waffen wurde zuvor bei der Jagt verwendet. Sie erstetzte die Saufeder, die dazu verwendet wurde dem WIld den Gnadenstoß zu versetzten. So genügte es Gewehr und Messer dabei zu haben. Dem Äußeren nach würde ich das vorliegende Spundbajonett auch eher in den zivilen Rahmen einordnen.

Die Klinge des Messers ist, bei einer Gesamtlänge von 32,5cm, 20cm lang. Sie besitzt eine verdickte spitze zur Stoßoptimierung mit 5,5cm Länge. Die Schneide darunter ist noch schärfer als ich sie vermutet hätte.
Das Messer wiegt genau 100g. Sein Balancierpunkt liegt, gemessen vom Klingenansatz, bei 2,5cm. Der Griff selber scheint aus Horn zu sein. An seinem Ende befindet sich eine Tülle.

Der Griff ist wie für ein Spundbajonett üblich aber nicht optimal um ihn ordentlich zu greifen. Währe er das, gäbe es auch Messer mit solchen Griffen.
Nichts desto trotz lässt er sich auf die ein oder andere Art gut fassen:

Der „Standartgriff“ mit nach oben gewendeter Schneide fühlt sich nicht sehr angenehmn an. Die Verdickung ist deutlich im weg. Legt man aber den Baumen auf den Klingenrücken und legt den Zeigefinger über die Verdickung, wirkt es in etwa so als lege man den Finger über das Kreuz eines italienischen Florettes.
Im Dolchgriff mit der Klinge nach unten dient die Verdickung sehr schön als Stopper. Diese Griffvariante bot sich für den militärischen Kontext sicherlich sehr an.

Veröffentlicht unter Beiträge | Kommentare deaktiviert für Coltello Genovese – Spundbajonett

Cold Steel – Coltello Genovese … nicht ganz

Die Tage bin ich durch Zufall über ein neues Messer von Cold Steel, welches sie dieses Jahr rausgebracht haben, gestolpert. Es ist ein Facon der argentinischen Gauchos. Originale kommen dem genuesischen Messer recht nahe, ist es doch eine in Europa gebräuchliche Klingenform, die sicherlich mit den Siedlern irgendwann den Weg über den Atlantik nach Südamerika angetreten ist.
Es ist also gut möglich, dass dieses Messer, auch wenn es eine moderne Interpretation von Cold Steel ist, ein gebrauchstaugliches Messer nicht nur im argentinischen sondern auch für uns für den genuesischen Stil ist. Denn seien wir einmal ehrlich, ohne den Text und mit meiner oder unserer Vorprägung, wer hat da nicht direkt an ein Coltello Genovese gedacht?
Die typische Klingenform ist vorhanden, der Bart fehlt nicht, sogar die Anrauung auf dem Klingenrücken ist vorhanden aber natürlich hat das Messer mit etwa 40cm ein eher langes und nicht übliche Maß. Der Griff soll aus Holz sein, nicht wie häufig bei Cold Steel Kunststoff in Holzoptik. Ein Plastikgriff in Holzoptik wäre für mich auch ein nogo gewesen. Jetzt hoffe ich nur noch, dass der Griff eine annähernd runde Form hat, was die wenigen Bilder aber vermuten lassen.
Ich bin jedenfalls gespannt. Mal sehen ob ich mir im Laufe des Jahres nicht so ein Messer gönnen werde.

Veröffentlicht unter Coltello | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Cold Steel – Coltello Genovese … nicht ganz

Frohes Neues!

Für Neujahrswünsche bin ich dieses Jahr eindeutig zu spät, dennoch wünsche ich euch allen viel Erfolg in 2020.
Hier war es die letzten Monate etwas ruhiger geworden. Das war vor allem Hochzeit, Umzug, Renovierung und dem elendigen Rattenschwanz, der noch bis heute andauert, geschuldet.
2020 wird auch privat absehbar viel los sein, aber ganz vergessen werde ich euch und diesen kleinen Blog natürlich nicht. Nur ganz so regelmäßig wie in der Vergangenheit wird es wohl nicht mehr werden.

Vergangenes Jahr hat es einiges an Umwälzungen gegeben, zum einen ist im 2. Quartal mein Waffenkurs und im 4. Quartal der Gambettokurs an der Uni entfallen. Dies war aus diversen Gründen nötig und auch gut so. Und nachdem die Uni zum Wintersemester „meinen“ Boxe francaise Savate Kurs gestrichen hat (Max, vielen Dank für die Zeit bei Dir!) und der Ersatztermin, den ich mir versucht habe freizuschaufeln, für mich zeitlich und inhaltlich nicht funktioniert hat, musst ich mich auch erst von regelmäßigen Savatetraining verabschieden.

Nun aber zum Positiven: Nach ein paar Schnupperstunden gibt es ab dieser Woche wieder regelmäßiges Kleingruppentraining für alles von Stock bis Savate Genovese. Das wird nicht nur für meine motivierten Jung‘s sondern auch für mich bereichernder sein, als in dem Durchlauferhitzer von Uni-Sport festzustecken.
Ich starte also voller Vorfreude ins neue Jahr!

Die HEMA Genovese sind dafür voll eingeschlagen. Zwar musste Carlo Tamborninis Säbel etwas in den Hintergrund treten, dafür ist Stoßfechten von Paolo de Scalzi der Liebling bei meinen Fechtern und das sieht man auch in ihrem Trainingsfortschritt. Entsprechend groß war auch die Freude, als Daniele Calcagno das erste Buch de Scalzis aufgetan hat. Ich freue mich schon auf den Moment, wenn ich seine Email öffnen werde, auch wenn dann wieder viel Übersetzungsarbeit ansteht.
Apropos Übersetzung: Vor ein paar Wochen habe ich meine Übersetzung von Claudio Parodis Buch veröffentlicht, was mich persönlich besonders gefreut hat und zugegebenermaßen auch längst überfällig war.
In den letzten Jahren habe ich diverse Projekte begonnen und falls ich wirklich dieses Jahr gute Vorsätze haben sollte, dann, dass ich diese zum Abschluss bringen möchte bevor ich mich zu tief in neue stürze. Seit also gespannt was dieses Jahr noch auf euch zukommen wird (zugegeben sind diese nicht außschließlich mit Genuabezug) und ja, auch das ist ein Grund warum hier nicht mehr so viel los sein wird.
Zum Abschluss möchte ich allen alten und neuen Wegbegleitern noch meinen Dank aussprechen: Ihr alle wart eine Quelle der Inspiration und Motivation für mich und seit der Grund warum ich diesen Weg beschreite!
Wir sehen uns in 2020!

Veröffentlicht unter persönliches | Kommentare deaktiviert für Frohes Neues!

Bastone Genovese, Coltello E Gambetto – Deutsche Übersetzung

Es war eine Weile ruhig hier. Das lag zum einen an meinem Umzug und dem ganzen Rattenschwanz, der da dran hing, zum anderen daran, dass ich anderweitig geschrieben habe. Denn auch wenn es durch diverse Umstände etwas länger gedauert hat, bis sie endgültig fertig war, ist es jetzt geschafft:
Meine Übersetzung des ersten Teils von Maestro Parodis Buch „Bastone Genovese, Coltello E Gambetto“ ist fertig. Sie trägt den sehr einfallsreichen Namen „Bastone Genovese, Coltello E Gambetto – Stock, Messer und Raufkunst aus Genua“.
Seit heute ist sie für kleines Geld zu bekommen. Wer Autoren, Verfassern und Übersetzern etwas Gutes tun will, der kauft übrigens direkt beim Verlag (in diesem Falle Selbstverlag über epubli.de) und steckt Amazon nicht das Geld in die Taschen, was sonst den oben Genannten zugekommen wäre.
Hier gehts zur Verlagsbestellung
Der erste Teil enthält die Geschichte wie der Maestro die traditionellen, genuesischen Kampfmethoden für sich entdeckte, um welche Waffen es sich dabei genau handelt und er erzählt einige witzige und spannende Anekdoten rund um dieses exotische Thema. Diejenigen, die es bislang lesen konnten sagten durchweg, dass es eine charmante kurzweilige Lektüre war, die Lust auf mehr macht.
Der zweite Teil ist der Technikteil. Dieser ist auch ohne Italienisch- oder Genuesischkenntnisse (denn die Bildunterschriften sind zweisprachig 😉 ) verständlich. Deshalb und weil ich leider keinen Zugriff auf die Originalbilder mit guter Auflösung mehr bekommen kann, habe ich mich dazu entschieden nur den ersten Teil zu übersetzten. Damit ist dieses Heft für alle denen es nur um Techniken geht, mehr als Beiwerk zum Buch des Maestros zu betrachten.
Ihnen und all denen, die sich für die Hintergrundgeschichte interessieren, wünsche ich viel Spaß beim lesen 🙂


Veröffentlicht unter Bastone, Bücher, Coltello, Gambetto | Hinterlasse einen Kommentar

Noble Science Germany III

Noble Science Germany III ist (jetzt schon eine Weile) vorbei.
Dieses Jahr war ich wieder mit von der Partie.
Es war eine kleine gemütliche Veranstaltung, aber nicht, dass wir nicht geschwitzt hätten.
Ich eröffnete die Veranstaltung mit einer Runde Savate Genovese. Nachdem ich hörte, dass letztes Jahr spontan ein Kurs zum klassischen boxe francaise Savate gehalten wurde, dachte ich, dass es doch ganz schön wäre hier nochmal die Unterschiede rauszustellen, was im modernen Wettkampfsavate nicht mehr enthalten ist und warum. Die Zeit mit euch verging wie im Fluge und ich denke, dass ihr so viel Spaß hattet wie ich mit euch!
Wie ich erst ein paar Tage vorher erfuhr sollte Paul Becker seinen Kurs vom letzten Jahr nachholen, da er leider letztes Jahr nicht konnte (oder zum Glück für mich 😉 ). Jacob Happels Handstoßboxen. Kurz gesprochen belgisches Savate turnerisch (über-) strukturiert aufbereitet und davon eben den boxerische Anteil. Wobei Paul mehr Wert auf eine Vermittlung der allgemeinen Didaktik und die im 19. Jh. üblichen Lehrmethodik legte, als auf zu viel Stoff. So kam er mit der Stellung, zwei Handabwehren und einer Stoßtechnik mit dem hinteren Arm vollkommen aus.
Den Abschluss des Tages machte Predrak mit WWII Combativs. Wir erhielten Einblick in die Methoden aus Fairbains „Get Thought“ in Bezug zur deutschen Antwort auf dieses Manuskript „Abwehr englischer Gangstermethoden“. Dieser sehr ernste Stoff wurde mit einer ordentlichen Portion Humor gewürzt, sodass noch beste Stimmung sowohl beim Grillabend als auch in der Sauna herrschte.
Nachdem alle müde ins Bett vielen, hatten Peter, Paul und ich noch eine überaus angeregte Nacht mit diversen Themen rund um die aufregende Welt der HEMA. Sodass wir die Extrastunde Schlaf der Zeitumstellung begrüßend angenommen haben 😉
Auf den extralangen Workshop von Thore Wilkens war ich am meisten gespannt. Leider musste er seine Teilnahme am THFD kurzfristig absagen, weshalb ich für diese Gelegenheit noch einmal extradankbar bin. Er stellte im Rahmen des Themas sein Unterrichtskonzept PET vor. Hier jetzt genauer darauf einzugehen sprengt den Rahmen, daher darf ich alle interessierten an den YT Kanal der Bloßfechter verweisen. Nehmt euch die Zeit, es lohnt sich, selbst wenn man entscheidet, dass es nichts für einen ist.
Vielen Dank für das tolle Wochenende, man sieht sich!

Veröffentlicht unter Savate Genovese | Hinterlasse einen Kommentar

VHS Kurse zum Bastone in München

Tobias Zimmermann bietet in den kommenden Wochen einige kostenlose (!) Schnuppertermine zum genuesischen Spazierstock an der VHS in München an.
Einen regelmäßigen Termin wird es dann im Anschluß auch noch geben.

Ihr Glücklichen in München!

Damit auch nichts verloren geht, habe ich Euch seine Ankündigung von Facebook hier mal reinkopiert:

„Das Herbst-/Wintersemester bei der VHS steht an. Diesmal wird der Fechtboden in Unterhaching, Germering und Unterföhring Kurse bzw. Workshops anbieten. Im Folgenden die Themen und, soweit bereits vorhanden, Möglichkeiten zur Anmeldung:

Unterhaching:
Fechtkunst aus Bayern: Säbel nach Ludwig Hornstein
Ab 14.10.2019, je um 18:30 Uhr.
(https://www.vhs-unterhaching.de/…/B16570/…/details/kat/224/…)

Unterföhring:
Bastone Genovese, eine italienische Stockkampfkunst
Kostenlose Schnupperstunden:
16.09.2019, 19:00 – 20:00 Uhr
(https://www.vhs-nord.de/…/Baston…/nr/Q1690S/bereich/details/)

21.09.2019, 14:00 – 15:00 Uhr
(https://www.vhs-nord.de/…/Basto…/nr/Q1691UF/bereich/details/)

21.09.2019, 16:00 – 17:00 Uhr
(https://www.vhs-nord.de/…/Basto…/nr/Q1692UF/bereich/details/)

Workshop:
16.11.2019, 10:00 – 14:00 Uhr und 17.11.2019,
10:00 – 14:00 Uhr
(https://www.vhs-nord.de/…/Bastone…/nr/Q1630/bereich/details/)

Germering:
Bastone Genovese. eine italienische Stockkampfkunst
12.10.2019, 10:00 – 14:00 Uhr
(wird noch ausgeschrieben)“

Veröffentlicht unter Bastone, Seminare | Hinterlasse einen Kommentar