Bastonatori genovesi: Besuch in Aachen – Oktober 2016

Ende Oktober waren Tobias und Rupert bei mir zu Besuch in Aachen. Wir wollten uns unbedingt nochmal treffen bevor wir das nächste Mal nach Genua fahren. Da ich Rupert zu einem Seminar überredet hatte, blieb uns leider nicht so viel Zeit zum Training wie wir gern gehabt hätten. Beim nächsten Mal muss ich wieder mehr an mich denken 😉
Tobias traf allerdings schon Freitagnachmittag in Aachen ein. Der Plan war ihn mit zu meinem Jujutsukurs zu nehmen und danach noch etwas Savate Genovese zu trainieren. Das Savate beschränkte sich dann größtenteils auf Details zur Technikausführung und Pratzenarbeit. Aber auch das will gemacht werden. Mal abgesehen davon, dass man sich nicht mit einem ordentlichen Sparring für den Rest des Wochenendes rausschießen wollte. Was den waffenlosen Part angeht, habe ich den Münchenern ein wenig voraus. Hier war es also an mir zu korrigieren. Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Coltello Romagnolo.

Sonntagfrüh gingen wir dann zu dritt in den Park um uns mit genuesischer Kampfkunst zu befassen. Was das sein würde, war uns noch nicht ganz bewusst, sodass wir erstmal alles einpackten. Mein Hauptanliegen war es erstmal meine Sparringstöcke zu testen und Meinungen einzuholen. Es wäre ja begrüßenswert, wenn wir dieselbe Variante nutzen würden. Wenn wir hier zu einem Ergebnis gekommen sind, werde ich vielleicht nochmal ausführlicher schreiben. Vorab kann ich aber verraten, dass das endgültige Urteil von beiden Seiten sehr positiv ausfiel, an den Details müssen wir dann wohl noch etwas feilen. Noch nicht ganz wach ging es also direkt mit Sparring los. Ein kleines Video davon findet ihr hier. Getestet wurden Modelle für den Spazierstock und den Bastone a due mani. Der Fokus lag dabei auf Sparring mit möglichst wenig Schutzausrüstung aber möglichst hoher Intensität. Dabei schnitt der Spazierstock wie erwartet besser ab.

Weiter ging es mit ein wenig Messer. Auch wenn die Methode nicht sehr umfangreich ist, würde ich sie als mein schwächstes Mittel im genuesischen Repertoire bezeichnen, wenn mir mal davon absehen, dass ich nicht derjenige mit den höchsten Tritten bin. Ich war also froh, dass wir wieder einmal durch alles durch sind. Auch diesmal hatte ich wieder ein paar Aha-Momente. Danach wurde es Zeit sich zu revangieren. Wenn Coltello meine Schwachstelle war, dann ist die der Jungs das Gambetto. Glücklicherweise kann man Messer schneller verinnerlichen als Ringen 😀 Wir sind also nochmal alles vom letzten Genuabesuch durchgegangen. Alles zu erklären und in Relation zu bringen war für mich auch nochmal erhellend. Ich freue mich schon auf meinen ersten richtigen Gambettokurs, den ich hoffentlich irgendwann geben werde. Das wird mich ein ganz großes Stück nach vorn bringen.

Ich würde durchaus sagen, dass es ein gelungenes Wochenende war. Wir hatten viel Spaß und haben an allen Ecken etwas gelernt. Wir sehen uns in einer Woche, dann gibt es in Genua für uns alle wieder viel zu lernen!

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