Savate Genovese: Vorfreude und das Problem (?)

Nächstes Wochenende werde ich zum zweiten Mal bei Maestro Parodi in Genua sein. Dieses Mal soll der Schwerpunkt im  Waffenlosen liegen. Die eine Hälfte Gambetto, die andere Savate Genovese. Ich habe richtiges Savate Genovese noch nicht gesehen, wenn ich aber an Boxe Française Savate denke, habe ich Kämpfer vor Augen, die vor allem auch zum Kopf treten.

Ich habe es in meiner Ju-Jutsukarriere gekonnt vermieden mich intensiver mit solchen Dingen zu beschäftigen. Da half auch ein Jahr Shotokan Karate nicht und es hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass ich beim Boxe Française Savate nach wenigen Monaten die Segel strich.

Ich beherrsche diverse Tritte, mein Problem ist im Grunde meine sensationelle Dehnfähigkeit in den Beinen, die mir viele Tritttechniken über Hüfthöhe einfach verbietet. Das kann natürlich nicht so bleiben, wenn ich diesen Zweig der genuesischen Kampfkunst auch angemessen trainieren möchte.

Im Februar habe ich schließlich mit intensivem Dehnen begonnen, etwas zu dem ich nie große Lust hatte. Man konnte in der Zeit schließlich ordentliche Dinge trainieren. Seitdem dehne ich etwa fünfmal die Woche für rund 50 Minuten. Das entspricht nicht nur zufällig der Länge einer Folge von diversen Abendserien. Bisher konnte ich zu unterschiedlichen Gelegenheiten Verbesserungen bemerken. Ein Fouetté („Roundhousekick“) zum Kopf liegt allerdings noch in weiter Ferne. Was erwarte ich auch nach viereinhalb Monaten? Man hätte ja auch früher anfangen können. Der ursprüngliche Plan war allerdings auch erst im Winter Savate Genovese in Genua zu trainieren. Ruperts, Tobias und Ralfs Wünsche machten mir da aber einen Strich durch die Rechnung. Auf der anderen Seite, was sind schon weitere fünf Monate bei meiner Dehnfähigkeit? Ich bin jedenfalls gespannt was es zu sehen geben wird und wer weiß, vielleicht geht das Savate Genovese ja ganz anders an die Sache ran.

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Eine Antwort auf Savate Genovese: Vorfreude und das Problem (?)

  1. Oliver sagt:

    Natürlich wird es die nächsten Tage noch einen ausführlichen Beitrag gebe.
    Aber allen, die sich fragen ob meine Beine es überlebt hätten sei gesagt:
    Es war halb so schlimm.
    Ich hatte ordentlich Mukelkater, obwohl ich mich bei einigen Techniken durchschummel und mich mit tieferen Zielregionen zufrieden geben musste.
    Ich werde wie erwartet noch lange dran arbeiten müssen.

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